Immobilien kaufen in Japan

Immer wieder ist zu lesen, dass Wohnraum in Japan sehr teuer ist. Letztes Jahr hatten wir ein paar Termine, bei Immobilien Makler Büros in Tokyo.

Hier zeigt sich ganz klar, sobald eine Wohnung oder ein Haus die Postleitzahl von Tokyo hat wird es teuer. Allerdings sind auch viele sehr schöne Immobilien Objekte außerhalb des Ballungsraum Tokyo zu bekommen. Sprich je weiter man vom Stadt Zentrum raus kommt um so günstiger werden die Wohnungen und ganze Häuser.

Immer wieder sind am Straßenrand unbewohnten Häuser mit schönen großen Grundstücken zu sehen. Da liegt an dem Umstand, dass der Japan lieber ein neues Haus baut oder eine neue Wohnung kauft als ein gebrauchtes Objekt zu kaufen. Der Japan möchte gerne alles neu haben.

So werden, aus deutscher Sicht schöne Häuser im klassischen Baustil, abgerissen und neue Häuser auf diesen Grundstücken gebaut. Diese neuen Häuser und Wohnungen sind in der Regel sehr teuer.

Japaner sind keine großen Heimwerker. In der Regel wird einen Fachfirma gerufen um zum Beispiel den Anstrich des Wohnzimmer zu erledigen. Daher kommen die meisten Japaner überhaupt nicht auf die Idee selber Hand an zu legen.

Wer also ein wenig Handwerklich begabt ist und Zeit investieren möchte und kann, kann auf dem japanischen Immobilien Markt sehr günstig gebrauchte Immobilien kaufen.

Der Vorteil einer gebrauchten Immobilie ist auch, dass in Japan die Grundbesitzabgaben mit dem Alter des Hauses sinken. Bedeutet die Grundkosten zum Beispiel für ein Haus werden immer geringen mit den Jahren.

Um dem Leerstand von alten Häusern Herr zu werden gibt es sogar in manchen Präfekturen Initiativen.ei der Häuser im ländlichen Raum für umgerechnet 15.000€ zu haben sind.

Wer also nicht direkt in der großen Stadt wohnen möchte oder muss, kann hier sehr schöne Objekte finden. Mittlerweile gibt es auch in Japan viele Jobs, die Homeoffice ermöglichen. So kann man auch eine Arbeitsweg von zum Beispiel einer Stunde in Kauf nehmen, wenn dieser nur einen Tag die Woche absolviert werden muss. Oder wenn man ein Haus als Ferienhaus oder die Rente sucht.

Hier gib es extra Makler, die sich auf diese Geschäfte spezialisiert haben. Zum Beispiel https://cheaphousesjapan.com/ die hier den Kauf einer Immobilie bis zur Betreuung für den ganzen Papierkram anbieten.

Aber Achtung! Renovieren ist in Japan nicht günstig. Die Preise im Baumarkt sind zum Teil gewöhnungsbedürftig. Hier kann zum Beispiel für den Eimer Wandfarbe gerne mal der dreifache Preis anfallen wir in Deutschland.

Wer mit dem Gedanken spiel ein Haus zu kaufen und renovieren zu lassen, sollte viel Geld einplanen. Zum Beispiel kostet ein Maler für 60m² anstreichen umgerechnet rund 4.000€.

Wer also kauft sollte Handwerklich begabt sein und die Renovierung am besten selber machen, sonst kann es sehr schnell sehr teuer werden 😬

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Karate Training – Unterschiede in Techniken / Abläufen

Trotz des Trainings im Dojo Yamato Düsseldorf e.V. wo unser Cheftrainer immer bemüht ist alle Techniken so zu unterrichten, wie es die JKA Japan macht scheint es kleine Unterschiede zu geben. Diese Unterschiede zeigen sich in sehr kleinen Details bei Kata und Kihon in einzelnen Techniken. Zum Teil sind es Handhaltung / Fingerstellung oder auch ein kleiner Tick mehr die Hüfte mit ein zu setzten.

Zum Teil scheinen diese aber aus der Interpretation der Techniken durch den Trainer her zu kommen. Klar ist, dass die DJKB Deutschland und JKA Japan Kata Abläufe wie auch Techniken zum Teil unterschiedlich sind. Grundsätzlich sind die Unterschiede bekannt und werden auch im Training erwähnt, da wir in Düsseldorf nicht die DJKB Version der Kata, sondern die JKA Japan Version der Kata trainieren.

Bedeutet für das Training hier in Japan, dass ich ohne Probleme die Kata mitlaufen kann aber in vielen kleinen Details Verbesserungen erhalte. Um diese Details zu behalten bleibt mir keine andere Möglichkeit, als diese Änderungen mit entsprechenden Bildern und Notizen fest zu halten.

Fest zu halten ist, dass ein großer Teil der Anleitungen und Bilder die frei Verfügbar im Internet umher geistern komplett falsch sind. Jedenfalls nicht auf dem aktuellen Stand der JKA Japan. Festzustellen ist hier, dass die meisten falschen Zeichnungen und Erklärung bei Techniken zum Teil so in Japan auch trainiert werden. Dies aber meistens nur bis zum Leistungsniveau eins Blaus oder Violett Gurt. Diese werden dort als Vorbereitung für die spätere Finale Technik verwendet. Also scheint es so zu sein, dass ein großer Teil der im Internet befindlichen Dokumente entweder falsch aus dem japanischen übersetzt wurden oder schlicht aus Quellen stammen für Trainings bis zum blauen oder violetten Gürtel. Damit fehlen dann schlicht die letzten 40% bis zur Finalen Technik oder dem finalen Ablauf einer Bewegung.

Fazit: Das was der Trainer sagt, so genau wie möglich für mich Aufschreiben und später in Deutschland weiter diese Details zu trainieren.

Es ist und bleibt einfach unerlässlich immer mal wieder für „Updates“ nach Japan zu fliegen und hier mit zu trainieren. Anders denke ich, wird man nicht auf dem aktuellen Stand der JKA sein können.

Selbst wenn die JKA Honbu Trainer nach Europa kommen, ist es fast unmöglich für die Trainer in diesen kurzen Einheiten so viel an Wissen zu vermitteln, dass alle Trainer & Schüler in Europa auf dem aktuellen Stand sind. Selbst wenn heute viel per Video Trainining usw. vermittelt wird, kann das ein Training vor Ort nach meiner Meinung nicht ersetzten.

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Karate Training – Unterschied Deutschland / Japan

Nach nun so einigen Jahren Training in Deutschland und auch einigen Karate Einheiten in Tokyo im Honbu Dojo bin ich nun in einem japanischen Karate Verein angemeldet. Und es stellt ich heraus, dass es eine ganze Reihe Unterschiede im Training gibt.

Das Training im Honbu Dojo Tokyo und den Trianingseinheiten in privat Dojo`s wo sich mehrere Ausländer bzw. häufig Ausländer in Training befinden ist anders als hier im „normalen“ Verein. Das Training im Honbu Dojo wie auch in den Vereinen scheint in gewisser Weise an die vielen „Ausländer“ angepasst zu sein. Es ist vom Aufbau mehr den Gästen angepasst oder wird zumindest in den Einheiten auf die Gäste angepasst.

Hier im Verein bin ich der einzige nicht Japaner im Verein. Alle anderen Mitglieder sind Japaner und sprechen fließend japanisch. Man kann also sagen, es handelt sich um einen typischen japanischen Karate Verein. Somit ist das Training auch nicht auf mich in irgendeiner Weise angepasst.

Im Verein gibt es einen Grundsätzlichen Unterschied zu Deutschland. Das ist die Motivation der Schüler – jeder Schüler versucht immer zu Training zu kommen. Es ist eine Seltenheit, dass Schüler fehlen.

Das ein Schüler mal zu spät kommen ist völlig normal. Es gibt immer wieder Leute die länger arbeiten müssen, oder auch ein Kinder von seinen Eltern erst später zum Training gefahren werden kann.

Alles kein Problem – Hauptsache man ist beim Training!

Das kann auch bedeuten, dass ein Schüler bei einem zwei Stunden Training erst nach einer Stunde kommt. Kein Problem – kurz am Rand knien und warten, dass der Trainer einen Auffordert mit zu machen. Dann kurz Aufwärmen und dann am Training teilnehmen.

Ein zweiter Unterschied ist, es wird nicht im oder nach dem Training gemeckert! Wenn der Trainer im Training der Meinung ist, es werden 200 Zuki am Stück gemacht dann werden diese gemacht. Ohne meckern der Schüler!

Gleiches gilt dafür, wenn das Training mal länger dauert. Das kann auch mal bedeuten, dass ein 2 Stunden Training 2,5 Stunden dauern kann. Grundsätzlich dauert das Training so lange, wie der Trainer meint das es nötig ist. Keiner geht eher oder es wird sich beschwert, dass es länger gedauert hat. Ganz im Gegenteil – es wird sich mehr oder weniger bedankt nach dem Training beim Trainer das er sich so viel Zeit für seine Schüler genommen hat.

Generell besteht das Training in Japan aus wesentlich mehr Wiederholungen von Techniken oder Kombinationen. Im letzten Training von 2,5 Stunden wurden zwei Katas behandelt. Diese dann bis in das letzte Detail und vielen Erklärungen. Aber so kommt es, dass man in einem Training zwei Katas gut und gerne 15-mal läuft. Und es gibt immer noch Punkte, die vom Trainer angesprochen werden, was zu verbessern ist. Völlig normal solch ein Training, was in Deutschland sicher zu Protesten der Schüler führen würde.

Ein weiterer Punkt betrifft den Anfang und das Ende des Trainings. Jeder wird persönlich begrüßt. Und wenn man zu Spät kommt mindestens der Trainer und seine Co-Trainer. Nach dem Training wird sich auch wieder von allen einzeln verabschiedet in der Reihenfolge des Rangs im Dojo. Erst der Trainer, dann die Co-Trainer und dann von jedem einzelnen Schüler. Das kann dann je nach Gruppen Größe auch mal was länger dauern. Und dieses Ritual wird von allen Schülern durchgeführt – egal ob 5 Jahre oder 70 Jahre alt!

Im Ganzen muss man sagen, dass das Training in einem japanischen Karate Verein von viel Respekt und Höflichkeit in allen Bereich geprägt ist. Durch das Training in Düsseldorf nicht unbekannt, hier aber noch ein Wenig ausgeprägter.

In vielen Filmen oder Büchern wird oft von Hartem und blutigem Training gesprochen. Ja – das Training ist härter. Aber das eher durch die vielen Wiederholungen ist das Training wesentlich anspruchsvoller, was die Kondition angeht. Das es jetzt blutiger ist als das Training in Deutschland, kann ich jetzt nicht bestätigen.

Klar kommt es mal beim Kumite zu einer blutigen Lippe oder Ähnlichen Verletzungen. Hier ist aber einfach der Unterschied, dass nicht so ein „Drama“ draus gemacht wird wie in Deutschland. Hier wird mal das Blut abgewischt und weiter trainiert. Sowas passiert halt mal, aber nicht öfters als im Deutschen Kumite Training und auch nicht mit Absicht.

Ein weiterer Unterschied ist, dass die Trainingseinheiten weniger separiert werden wie in Deutschland. Es gibt nicht „das Kata“ oder „das Kumite“ Training. In jedem Training kommt Kihon, Kata und Kumite vor. Allerdings an verschiedenen Tagen in unterschiedlichen Ausprägungen.

Im Großen und Ganzen denke ich, dass dieses Training in Deutschland machbar ist. Aber nicht mit allen – hier fehlt ein Stück weit diese andere Einstellung zum Training.

 

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Spülmaschine kaufen in Japan

Nach ein paar Wochen in Japan wird es Zeit die Küche auf zu rüsten 😉

Also ab in die Küchenabteilung im Baumarkt. Da waren so ca. 10 Küchen aufgebaut. Leider hatten alle Küchen in der Ausstellung keine Spülmaschine wie wir sie in Deutschland kennen.

Gut, kann ja nicht das Problem sein eine Spülmaschine zu bestellen. Also kurz im Internet das Bild einer Standard Spülmaschine raus gesucht und auf zum Berater um zu erfahren, was so eine Spülmaschine mit Lieferung kostet.

Der Berater wusste erst, was wir haben möchten nachdem wir ihm ein Bild einer deutschen Spülmaschine gezeigt haben. In Japan werden Spülmaschine verkauft, die von oben bestückt werden und im Prinzip wie eine überdimensionierte Schublade aussehen. Passt aber leider nicht in unsere Küche.

Kein Problem! Der Küchen Berater hatte ein Prospekt da um uns ein Angebot zu machen. Eine Standard deutsche Spülmaschine liegt incl. Lieferung bei umgerechnet ca. 2.500€. 😮

Also definitiv, bei dem Preis keine Lösung die in Frage kommt. 😬

Also haben wir uns mal die günstigsten japanischen Lösungen angesehen. Da in Japan keine Veränderungen an einer Mietwohnung vorgenommen werden dürfen, sind Spülmaschinen beliebt die man einfach auf die Arbeitsfläche in der Küche stellt.

Der Aufbau ist denkbar einfach 😊 raus aus dem Karton und auf die Arbeitsfläche gestellt. Strom abgeschlossen und den Ablaufschlauch in das Spülbecken gehangen. Fertig 👍

Der Platz in der Maschine reicht locker für zwei drei Teller ein paar Tassen und Gläser. Dazu in der Mitte ein Halter für Stäbchen in der Maschine. Für einen Single Haushalt oder bis zwei Personen völlig ausreichend.

Vom Preis her, sind diese Maschinen wesentlich attraktiver. Mit Versandkosten liegt der Preis bei ca. 200 – 300€ je nach Modell. Hauptsache der Spül ist automatisch erledigt 😜

Da die Spülmaschine keinen festen Wasser Anschluss hat, wird das Wasser einfach mit einem Becher oben eingefüllt bis ein Signal Ton ertönt.

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Karate – Anmeldung in einem japanischen Karate Verein

Da wir nun mehrere Monate in Japan sind, habe ich mich dazu entschlossen auch in einem japanischen Karate Verein Mitglied zu werden. Immer zum Training nach Tokyo rein zu fahren (mit der Bahn 1:30 Std.) ist definitiv zu viel Aufwand und mit den Bahnkosten auf Dauer nicht tragbar.

Also auf der Web-Seite der JKA nach einem passenden Dojo in der direkten Umgebung geschaut. Das nächste Dojo befindet sich 5 Minuten zu Fuß vom Haus entfernt. Also dort hin und das Training angeschaut. Ein sehr gutes Training, aber nur Kinder bis maximal 15 Jahre anwesend. Also mit dem Trainer gesprochen, der dann erzählte, dass es sich um eine reine Kindergruppe handelt. Also kein Training für Erwachsene. Aber es gibt Erwachsenentraining ca. 25 Minuten mit dem Auto entfernt (kein Probleme – Leuhwagen ist vorhanden für die Monate in Japan) in der Nachbar Präfektur.

Also bei der Kontakt Telefonnummer angerufen, die auf der JKA Seite vermerkt ist und einen Termin zum Probetraining vereinbart. Also hingefahren und das Training angeschaut und mit trainiert. In der Gruppe waren ca. 20 Kinder und 5 Erwachsene, die zusammen trainiert haben. Es erfolgte keine Unterscheidung nach alter oder Gürtelfarben. Bedeutet es standen Menschen im Alter von 5 bis geschätzt 70 Jahre in der Halle und haben zusammen trainiert. Allein das ist schon ein klasse Anblick, da das in deutschen Vereinen selten zu sehen ist. Es gibt auch keine Unterscheidung zwischen Unterstufe und Oberstufe – alles Trainieren zusammen.

Nach dem Training super Training mit dem Trainer über Vereinsbeitrag usw. gesprochen. Auch hier gibt es Unterschiede. Training wird 5-mal pro Woche von je 2 Stunden angeboten in Top Trainingshallen. In deutschen Vereinen beläuft sich der Beitrag in der Regel zwischen 20 – 40€ pro Monat. In Japan ist ein Beitrag von 50€ für einen Karate Verein normal. Also schon mal was höher als in Europa. In dem Verein, in dem ich mich jetzt angemeldet habe, Kostet der Monatsbeitrag ca. 60€, da der Trainer Shihan ist und schon Schüler von ihm Honbu Instructor geworden sind. Also darf man davon ausgehen, dass der Mann sich ganz genau bewusst ist was er da macht. Er ist über 70 Jahre alt und startet immer noch auf Turnieren. Wirkt super fit und das was er im Training zeigt, macht er auch mit seinen über 70 Jahren noch mit einer Kraft und Geschwindigkeit von der Karate Trainer mit 40 Jahren in Deutschland zum Teil träumen können.

Der Monatsbeitrag wird in Japan nicht einfach per Überweisung vom Konto erledigt. Nein, jeder Schüler bringt in einem kleinen Briefumschlag mit seinem Namen drauf am Monatsanfang den Beitrag für den Trainer mit. Dieser wird dann vor dem Training übergeben – also wesentlich persönlicher als die Banküberweisung in Deutschland.

So wie mir von einem der Mitschüler berichtet wurde, ist es noch lange nicht gesagt das man nach einem Probetraining auch in dem Verein zum Training geht. Der Trainer bzw. Shihan entscheidet wer in den Verein aufgenommen wird. Gefällt dem Trainer nicht, was du beim Probetraining gezeigt hast, kann es wohl auch vorkommen das man nicht wieder zum Training kommt. Das sichert hier im Verein auch eine gewisse Mindestqualität der Mitglieder.

Alles in allem kann man sagen, dass sich die Suche und Aufnahmen in einen Karate Verein ohne meine Frau nicht möglich gewesen wäre. Alles läuft rein auf Japanisch im Verein ab und es wird kaum englisch im Verein gesprochen. Allerdings gibt es Mitschüler, die ein Wenig englisch sprechen und dann im Training vom Shihan dazu eingeteilt werden dem „Neuen“ (nicht negativ gemeint) ein paar Sachen zu übersetzen. Das macht zum Teil auch Sinn, da mir nicht alle japanischen Vokabeln geläufig sind, besonders wenn es um Ursprung einer Kata oder Technik geht. Für das reine Training reicht zum Glück das japanisch mittlerweile aus.

Hier ist es von enormem Vorteil das in meinem Verein in Deutschland in Düsseldorf das Training oft auch vom japanischen ins Deutsche übersetzt wird. Da sind dann schon viele Wörter bekannt die auch hier im Training benutzt werden.

Es sein also gesagt, wer nicht nur im Honbu Dojo in Tokyo trainieren möchte, sondern auch „auf dem Land“ außerhalb sollte mindestens japanisches Training in Deutschland mit machen. Ohne, dass man die Kommandos kennt, zusätzlich zu den Karate Fachbegriffen, dürfte große Probleme im Training haben oder zumindest sollte nicht erwarten direkt Spaß am Training zu haben.

Durch das Training bei Keigo Shimizu im Dojo Yamato Düsseldorf e.V. ist es relativ einfach von Deutschland in das Training in Japan ein zu steigen. Rein was das Training angeht. Das Administrative mit der Anmeldung usw. sollte oder muss auf jeden Fall mit der Hilfe eines Japaners erfolgen.

Ach ja … alle Formulare zur Anmeldung im Verein und bei der JKA Japan sind rein auf Japanisch. Von daher ist für die Anmeldung japanisch Pflicht!

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Große Betten in Japan

Was tun als relativ großer Europäer in Japan wenn das Bett zu klein ist. 😬

In Japan sind die Standards was Betten angeht anders als in Deutschland. Das „Dubble Size Bed“ in Japan kommt auf 140 cm Breite * 195 cm Länge. Was auch bedeutet, dass alles was an Bettwäsche dem Standard entspricht maximal diese Größe hat.

Alles was nicht dem Standard entspricht wird schnell teuer in Japan. 🤦

Ein Futon in zum Beispiel 200 cm * 200 cm ist nicht zu bekommen. Es sei denn, man lässt sich eine anfertigen. Was wieder bedeutet, dass zum Beispiel die Bettwäsche nicht passt.

Matratzen gibt es bis zu 140 cm Breite ohne Probleme. Also hatte ich überlegt, wie man an ein 200 cm * 200 cm Bett kommt.

Die Lösung ist jetzt recht einfach geworden. Man bestellt zwei Matratzen in 97 cm * 195 cm und legt diese zusammen. Die Bettwäsche ist für die 97 cm Breite noch Standard.

Das Spannbettuch ist komischerweise bei Amazon Japan in 197 cm * 200 cm zu normalen Preisen zu bekommen. 🤔

Also an das Tablett und mit der Planung starten. Nach der Planung – ab in den Baumarkt Holz und Zubehör kaufen. 😊

Nach dem Plan alles auf dem Hof kurz zugeschnitten und die Holzbalken kurz mit Sandpapier glätten. Alles ab in das Schlafzimmer und zusammen Schrauben 😉

Damit die Matratzen auf der Tatami nicht Schimmelpilze bildet, gibt es im Baumarkt oder auch bei Amazon Unterlagen die unter die Matratzen gelegt werden. Diese sorgen für die gute Belüftung.

Nach dem Angebot für umgerechnet ca. 2.000€ eine günstige Alternative im Eigenbau für umgerechnet knapp 200€ inkl der Matratzen. 😊

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Fenster Papier – Shōji 障子 erneuern

Irgendwann ist das Papier auf den Fenstern einfach hin.

Die Sonne hat das Papier gelb werden lassen und durch längeren Leerstand des Hauses, hatte sich Ungeziefer am Papier zu schaffen gemacht.

Also wird es Zeit, die Fenster wieder in Stand zu setzen 😊

Ab in den Baumarkt und alles nötige kaufen. Messer und Schiene zum zuschneiden / Papier / Lösungsmittel für das alte Papier und neue Papier Bögen um die Fenster neu zu bekleben.

Hier gibt es alles extra für diesen Job. Spezielles Lösungsmittel und Papier mit passendem Kleber. Als Zubehör bekommt man noch gute Messer und eine Schiene zum beschneiden des Papier.

Papier / Kleber und Lösungsmittel für das alte Papier kosten ca. umgerechnet 10€ für 4 Fenster von 85 x 195 cm. Die Kosten halten sich also in Grenzen 👍

Als erstes wird das Papier von der Rückseite mit Lösungsmittel bestrichen, an allen Klebestellen (Vorsicht – nicht übertreiben sonst wird das Papier zu  Matschig).

Ein paar Minuten warten, bis das Lösungsmittel alles schön abgelöst hat.

Nun kann das Papier vom Holzrahmen gelöst werden.

Sollten noch Reste da sein, können diese relativ problemlos mit einem alten Handtuch vom Holz abgerieben werden.

Sollte das nicht funktionieren, gibt es hier in Japan auch spezielle Spachtel für diesen Zweck (Kosten ca 2€). Auch im Baumarkt zu bekommen.

Nun den Holzrahmen mit einem Tuch reinigen und gut trocknen lassen.

Wenn das Lösungsmittel noch auf dem Rahmen feucht ist, hält der neue Kleber nicht auf dem Holz. Dann war die ganze Arbeit umsonst.

Dann den neuen Kleber auf den Rahmen auftragen. Rand und alle Querstreben müssen mit dem Kleber bestrichen werden.

Der Kleber für diesen Zweck hat extra eine Führung und das auftragen auf die dünnen Streben zu erleichtern.

Jetzt das neue Papier auf den Rahmen aufbringen. Ich hab die Ränder mit Tape fixiert, damit ich das Papier gleichmäßig auf den Rahmen aufbringen kann.

An den Rändern leicht mit dem Finger über das Papier gehen um sicher zu stellen, dass alles am Ende gut am Holz klebt.

Wenn das Papier sich ein wenig wellt, keine Panik bekommen.

Wenn alles trocken ist, zeigen sich kleine Fakten aus dem Papier raus 😉

Dann die Ränder mit dem Eisen gleichmäßig abschneiden.

Nun das ganze noch zuende trocknen lassen und die Fenster können wieder eingesetzt werden.

Der Zeitaufwand lag bei ca. 30 Minuten pro Fenster.

Ich finde, der Unterschied ist zu sehen. Wieder schön weiß und kein Loch mehr zu sehen (rechts neu im Gegensatz zu links alt) 😊 und nach acht Fenstern hat man auch den Dreh raus 🎉

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Japan und sein Müll

Überall in Japan finden sich ab und zu diese kleine Müll Ansammlungen an den Straßenecken.

Aber warum?

Keiner hat seine eigene Mülltonne wie in Deutschland in der Einfahrt oder auf dem Hof stehen. Es fährt kein Müll Wagen alle Haushalt ab und sammelt den Müll ein.

In Japan gibt es wie in Deutschland eine Müll Kalender der Kommune in dem bekannt gegeben wird, wann welcher Müll abgeholt wird. Dieser wird aber nicht direkt am Haus abgeholt, sondern an diesen Müll Sammel Punkten im Ort.

Hier werden (zumindest bei uns) am Tag der Abholung zwischen 6:30 – 8:30 Uhr alle Anwohner aufgerufen ihren Müll an diese Punkte zu bringen. Damit der Müll nicht durch die Gegend fliegt liegt ein Netz und Steine bereit um den Müll ab zu decken.

Der Müll Wagen kommt dann vorbei, sammelt den Müll und legt das Netz mit den Steinen wieder ordentlich an die Straßen Ecke. Dort bleibt das Netz mit den Steinen bis zum nächsten Termin liegen.

Den Müll Plan mit Zeiten und Erklärungen erhält man bei der Anmeldung des Wohnsitz bei der Stadtverwaltung.

Die Stadtverwaltung informiert dann auch direkt jemanden der für deine Straße / Wohnblock ehrenamtlich zuständig ist. Dieser organisiert auf Böcke eine, dass die Müll Entsorgung und alles was das direkte Umfeld angeht richtig läuft. Über diese Ehrenamtlich tätigen Personen werden alle möglichen Aktion organisiert.

Was und wie zu welcher Kategorie Müll gehört, ist in Japan wesentlich genauer beschrieben und geregelt als in Deutschland.

Nehmen wir ein Beispiel: Milchverpackungen – steht dort Milchverpackungen, ist auch nur diese gemeint. Bedeutet, der Auslass wird aus dem Karton heraus getrennt und gesondert im Plastik Müll entsorgt.

Plastik von Fertiggerichten ist vor der Entsorgung zu spülen. Alles wird fast sauber in den Müll gegeben. Natürlich vom Restmüll abgesehen.

Ich habe noch nie ein Land auf der Welt gesehen mit solch einer Disziplin bei der Müll Trennung wie Japan.

Leider gibt es in Japan sowas wie die Anmeldung von Sperrmüll nicht. Hier muss der Sperrmüll zu Sammlpunkten gefahren werden. Natürlich auch richtig getrennt.

Hat man keine Möglichkeit den Müll selber zum Sammel Punkt zu fahren, gibt es jede Menge Kleinunternehmen die deinen Sperrmüll abholen und entsorgen. Das kann schnell recht teuer werden. Die Entsorgung einer japanischen LKW Ladung (entspricht ca. einer halben Sprinter Ladefläche) kostet ca. 150€.

Muss zum Beispiel ein Schrank noch vom Unternehmen aus dem Haus geholt werden, wird es entsprechend teurer.

84% des japanischen Müll können laut Statistik so vollständig dem Recycling zugeführt werden. Deutschland kommt hier nur auf eine Recycling Rate von 67%.

Also ist es in Japan eigentlich gar nicht so nicht schlimm, wenn für alle möglichen Sachen kleine Plastik Tüten verwendet werden. Am besten wäre es natürlich den Müll komplett zu vermeiden.

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Edo Wonderland – Nikko Edomura 江戸ワンダーランド 日光江戸村

Internetseite des Park: http://edowonderland.net/en/

Erwachsene: 4.800 Yen

Kinder: 2.500 Yen

Das Edo Wonderland in der Nähe der Stadt Nikko ist ein Ort der komplett in der Architektur usw. der Edo (jap. 江戸時代, Edo jidai) von 1603 bis 1868 bezeichnet Zeit japans nachempfunden ist.

In diesem Ort laufen an allen Ecken Mitarbeiter verkleidet in alten Gewändern durch die Gassen und über die Plätze. Vom Samuarai bis zum Ninja ist alles zu finden.

In diesem Ort sind zwei Gebäude mit Ausstellungen über die Feuerwehr der Edo Zeit. Hier finden sich alle möglichen alten Löschwerkzeuge und Anzüge der damaligen Feuerwehr. Dazu gehören auch original Bilder aus der Zeit sowie Informationen wie die Feuerwehr damals schon organisiert gewesen ist. Sehr interessante Ausstellungen.

Im Ort verteilt finden Sie immer wieder kleine Snack Stände mit den üblich hohen Preisen wie man Sie auch in deutschen Parks gewöhnt ist. Die Restaurants im Park lohnen sich allerdings sehr, da hier das Preis Leistungsverhältnis wesentlich besser ist als an den Snack Ständen.

Natürlich finden sich in der Stadt auch an mehreren Stellen kleinere Ausstellungsobjekte zu Samurai und Ninja.

Wer möchte kann sich eines der verschiedenen Kostüme ausliehen und zum Beispiel als Samurai oder Ninja verkleidet durch die Stadt laufen. Bei entsprechendem Wetter sicher mal eine lustige Sache.

Für die Kinder finden sich unter anderem Gebäude mit einer Schule in der man lernen kann Shuriken zu werfen oder auch eine Art kleine Geisterbahn. Im Haus der Ninja findet sich ein Irrgarten usw. für die Kinder. Die Kinder sind auf jeden Fall gut beschäftigt im Ort.

Im Gegensatz zu deutschen Parks sind hier weder Achterbahnen noch irgendwelche großen Attaktionen zu finden. Wer also einen Park wie das Phantasialand erwartet, ist hier klar an der falschen Stelle. Es geht rein um die Edo Zeit.

Von der Edo Wassermühle der Weberrei und den kleinen Gebäuden die diese Zeit dem Besucher näher bringen sollen.

Auch für die Erwachsenen gibt es natürlich Stationen im diesem Dorf. Wer zum Beispiel lust hat, sich mit dem Katana (dem japanischen Samurai Schwert) zu versuchen kann hier einen einstündigen Kurs buchen.

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Weltkulturerbe Stadt Nikko 日光市

Die Stadt Nikkō liegt ca. 140 Kilometer nördlich von Tokio in den Bergen der Präfektur Tochigi. Von uns aus (Tatebayashi – Gunma) waren es anderthalb Stunde mit dem Auto bis zum Tempel und Shrine.

Der älteste Tempel ist der Rinnō-ji-Tempel aus dem Jahr 766.

Wir waren unter der Woche in Nikko. Das könnte ein Fehler gewesen sein, da jede Menge Schulklassen unterwegs gewesen sind um die Tempel zu besichtigen. Bedeutet an jeder Ecke schreit irgend ein Lehrer seinen Schülern hinter her.

Am Wochenende haben wir die Tempel von Nikko noch nie besucht und können daher nicht sagen, ob es dann besser ist mit den Meschenmassen.

Die Tempel liegen alle gut zu Fuß zu erreichen in einem Wald verteilt. Für jeden der Tempel ist ein Eintritt fällig, daher sollte mal sich überlegen was man sehen möchte, sonst kann es schnell recht teuer werden.

Wir hatten uns dazu entschieden, die berühmten 3 Affen von Nikko zu besichtigen. Sie werden ja schließlich alle paar Tage in irgendwelchen Textnachrichten verwendet als Emoji.

An einem der Gebäude (der Stall der heiligen Pferde) des Nikkō Tōshōgū – befindet sich Fassadenschnitzerei das Wahrzeichen Nikkōs, die drei Affen, die nichts Böses sehen, hören und sagen.

Sehr zu empfehlen ist der Herbst als Reisezeit. Die Farben der Wälder sind einfach klasse.

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